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| Adresse
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Kantstraße 12a
10623 Berlin Charlottenburg
(030) 312 10 26
Homepage
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| Kinotag |
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Montag
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| Kartenpreis |
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Mo:
Di-Mi:
Do-So:
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5,50 €
7,00 €
9,00 €
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| Kartenpreis
Spezial |
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Matinee: 7,00 €
Ermäßigung: Kinder unter 12
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| Platzwahl |
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Freie Platzwahl
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| Programm |
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Synchronfassung
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| Zugang |
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nicht Behindertengerecht
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3'10 Angaben ohne Gewähr
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Weitere Kinos im Bezirk |
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| Das Kino 'Delphi - Filmpalast
am Zoo' (auf den Zusatz im Namen wird wert gelegt), eines der erfolgreichsten
Filmkunst-Kinos Deutschlands, ist vor allem mit einer Person eng verbunden: Dem
am 24. April 1907 geborenen Walter Jonigkeit, der Pächter und Betreiber des
Kinos seit Beginn ist. Er lernte das Kinogeschäft seit 1925 von Grund auf
kennen und startete 1932 mit der 'Kamera unter den Linden' sein erstes Kino. Dem
folgte 1937 die Kurbel und zwischen 1956 bis 1959 das
Freilichtkino in der Waldbühne,
um nur einige zu nennen. Die anderen Kinos gab er nach und nach ab, doch das 'Delphi'
behält Walter Jonigkeit. Er feierte auch in diesem Kino seinen 100jährigen
Geburtstag. |

Fassade zur Kantstraße, 1952 © Uwe Friedrich
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| Vor dem zweiten Weltkrieg
befand sich hier das beliebte Tanzlokal 'Delphi-Palast', welches von dem Architekten
Bernhard Sehring 1927/28 erbaut wurde. Gleich daneben liegt Sehrings 'Theater
des Westens', welches bereits 1895/96 fertig gestellt wurde. Während das
Theater den Krieg relativ unbeschadet überstand, wurde der 'Delphi-Palast'
ausgebombt. Trotz der knappen Resourcen in der Nachkriegszeit, konnte Walter Jonigkeit
seinen neuen Filmpalast an selber Stelle bereits 1949 errichten. Das Architektenbüro
'Brader & Buggenhausen' rekonstruierte die Fassade in einfacher und schmuckloser
Form und ließ die übrig gebliebenen Säulen und Schmuckformen im
Garten vergraben. |
 
Fassade in der Fasanenstraße und Kantstraße, Mai
2009 © kinokompendium |
Im Herbst 1949 öffnete
der Filmpalast mit dem Film 'Lord Nelsons letzte Liebe' und 1952 war das Kino
Austragungsort der zweiten Internationalen
Filmfestspiele Berlin (siehe Foto oben), bis wahrscheinlich zur
sechsten Ausgabe 1956.
Walter Jonigkeit legt bis heute Wert auf den neuesten Stand der Technik und ließ
1955 eine CinemaScope
Leinwand einbauen und Ende der 50er 70mm-Projektoren.
Zu diesem Zeitpunkt starteten auch die Filme mit heute unglaublichen Laufzeiten
von 41 Wochen ('Die Brücke am Kwai' 1957), 50 Wochen ('Ben Hur' 1959), 33
Wochen ('Porgy und Bess' 1959), 36 Wochen ('Lawrence von Arabien' 1962) und 52
Wochen ('My Fair Lady' 1964).
Doch mit der geballten Konkurrenz am Ku-Damm - mit dem 'Zoo Palast' (1957) und Royal
Palast (1965) - gingen die großen Kassenschlager teilweise
am Delphi vorbei und gleichzeitig ging das Publikum prinzipiell nicht mehr in den gewohnten
Scharen ins Kino. Die große Zeit des 'Delphi' schien zu Enden und das Bezirksamt
Charlottenburg (welches seit 1964 Besitzer des Grundstücks ist) überlegte
1972 das Kino zu schließen und ein Spielkasino oder Hotel stattdessen auf
dem Grundstück zu errichten. Aus den Plänen wurde nichts, aber Walter
Jonigkeit erhielt nun nur noch kurzfristige Pachtverträge.
1981 ist ein kleiner Hoffnungsschimmer am Himmel, als die 'Berlinale' mit dem
'Internationalen Forum des jungen Films' zum Kino zurückkehrt. In dieser
Zeit beginnt langsam der schwere Wandel zum Programm- / Filmkunstkino. 1984 kommen
Georg Kloster ('Yorck-Kino GmbH') und Claus Boje (Filmproduzent) als jüngere
Partner mit an Bord. Bei einer Rückschau von Klassikern schlägt Billy
Wilders bis dahin verschmähter Film 'Eins Zwei Drei' aller Erwartungen und
läuft über ein Jahr. |

Delphi-Sonderplakat zum Film 'Eins, Zwei, Drei', August
2007 © kinokompendium |
Doch Mitte der 80er flattert
die Kündigung ins Haus, die vom Kultursenator abgewendet werden kann. Ein
anschließend neuer und langfristiger Pachtvertrag sichert wieder die Zukunft
und der Saal wird renoviert und die Technik auf den neuesten Stand gebracht. Die
vom Senat im Mai 1987 begonnene äußere Grundrenovierung wird aufgrund
diverser Probleme eingestellt und erst 1997/98 wieder aufgenommen und beendet.
Die ausgegrabenen Säulen und andere Stücke aus Zeit des Tanzlokals von
Bernhard Sehring sind seitdem wieder auf der Terrasse zur Kantstraße und
vor dem Eingang in der Fasanenstraße integriert.
Zur Kantstraße hin werben riesige handgemalte Filmplakate für das Programm
und direkt im Anbau hat man Zugang zum 'Quasimodo', neben Café und Disco
ein Ort für diverse Veranstaltungen. |

Eingang in der Fasanenstraße, Mai 2009 © kinokompendium |
| Eine kopfsteingepflasterte
Auffahrt führt von der Fasanenstraße zum Eingang des Kinos, der von
zwei vorgestellten Granitsäulen auf einem Podest eingerahmt ist. Neben den
Säulen stehen jeweils zwei Steinamphoren auf dem Rücken von liegenden
Sphinxen. Links und rechts neben dem Eingang befinden sich zwei in die Fassade
eingelassene Schaukästen. Über dem kleinen Vordach befindet sich ein
in die Fassade integrierter Rahmen in dem in großer gold weißer Neonschrift
das Kinologo prangt. |

Neonschrift am Abend, Mai 2009 © kinokompendium |
Hinter den zwei massive
Holzeingangstüren befindet sich zunächst ein kleiner Windfang. Über
der hellen Wandverkleidung aus Setin befindet sich ein weiße Borte mit griechisch
angehauchten weiblichen Figuren die tanzen.
Im Foyer befinden sich zwei gegenüberliegende, in die Wände eingelassene,
Kassenfenster, wovon nur noch die Kasse neben dem Eingang verwendet wird. |

Windfang mit verzierter Wand (links) Kasse (rechts), August
2007 © kinokompendium |
| Vom ausgedehnten und mit
einigen Sitzgelegenheiten ausgestatteten Foyer gelangt man über eine doppelläufige
Treppe (auf deren erstem Absatz sich die Verkaufstheke befindet) zum Zuschauerraum.
Während der 'Berlinale' läuft die Öffnung des riesigen Saals bei
ausverkauftem Haus aufgrund herausgezögerter Einlasszeiten leider viel zu
häufig unnötig hektisch und gedrängt ab. |

Foyer mit Snacktresen und leuchtendem 'Es läuft der
Hauptfilm' Schild, August 2007
© kinokompendium |
| Im Treppenhaus fällt
nicht nur das verzierte Geländer auf, sondern auch das großformatige
Plakat zum Erfolgsfilm 'Eins Zwei Drei', anläßlich des einjährigen
Jubiläums (siehe Foto oben).
[Ben & Chr 9'07]
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Detail des Treppengeländers (links) & Blick in
den Saal vom Treppenabsatz (rechts),
August 2007 © kinokompendium |
| Bestuhlung |
Leinwand
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Projektion
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Tonsystem
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Parkett: 563 Rang: 221
Reihen: 28 Rang: 10
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100qm
(ca. 14 x 7m)
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| Ein breiter Quergang trennt
den vorderen vom hinteren Sitzreihenblock in der Mitte des Saals. Reihe 15 (vor
der dieser Gang verläuft) ist stets ca. 30 Sekunden nach Saalöffnung
durchgehend besetzt, da sie perfekte Beinfreiheit bietet. Leider bleibt hier jedoch
kein Zuspätkommender unbemerkt und es weht ein recht rauhes Lüftchen
(Wind oder Klimaanlage). Ruhiger sind da die Plätze im vorderen Bereich -
hier stimmt auch der Abstand zur Leinwand. |

Blick auf die Leinwand mit geschlossenem Vorhang, August 2007 ©
kinokompendium |
Die Reihen unterhalb des
Rangs sind aufgrund der sehr viel schlechteren Akkustik (ein Sternchen Abzug)
und der unangenehmen Luft nicht zu empfehlen. Außerdem entgeht dem Zuschauer
dann die Sicht auf die wunderbare Lichtkrone an der Decke des Saals. Während
der Filmvorführung ist der Saal absolut (!) dunkel - man wird nicht durch
irgendeinen fremden Lichteinfall abgelenkt.
Die Kinostühle mit weißem und nicht gerade samtweichem Polster haben
eine leicht konvex geformte Sitzfläche und relativ flache Rückenlehnen.
Alle Sitzreihen im 'Delphi' sind mit Becherhaltern ausgestattet.
Die ehemalige Probebühne des 'Theater des Westens' wurde 2001 durch eine
kleinere Bühne für Premieren und die 'Filmfestspiele' ersetzt. Im gleichen
Zug erhielt der Saal einen neuen Boden (inkl. Teppich), die Reihenabstände
wurden leicht vergrößert und die Tonanlage wurde um das Tonsystem 'SDDS'
erweitert.
Hier wurde seit August 2006 auch in eine neue Technik investiert die Filme für
Sehbehinderte und Hörgeschädigte zugänglich macht. Herzstück
dieser Anlage ist das dts Access System, das einen so genannten Time Code auf
der normalen Kinokopie auswertet und somit Untertitel für Gehörlose
plus eine zusätzliche Audiospur, in der die Audiodeskription enthalten ist,
synchron zum Film über Kopfhörer ausgibt. Es wird einen Hinweis geben,
wenn Filme im Delphi Filmpalast mit Audiodeskription und / oder Untertitel für
Gehörlose gezeigt werden. |

Blick von der Leinwand auf den Rang, August 2007 ©
kinokompendium |
| Im 'Delphi' verspürt
man es noch, dieses ganz besondere Kino-Feeling. Auch wenn der gesehene Film mal
nicht so gut sein sollte - das Flair des Kinos dürfte den Zuschauer auf jeden
Fall gefangen nehmen.
[Chr 2'07]
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| Leinwand / Projektion |
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| Sound |
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| Sitzkomfort |
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| Reihenabstand |
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| Magic-Johnson-Faktor |
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| Lieblingsplatz |
Reihe
6 - 7 |
Reihe
6 |
| Atmosphäre |
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