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Adresse
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Bölschestraße
69
12587 Berlin Köpenick
+493065013141
Homepage
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Kinotag |
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Montag
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Kartenpreis |
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Mo:
Di-So:
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6,00 €
8,00 € |
Kartenpreis
Spezial |
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3D-Zuschlag: 2,50 €
3D-Brille: 1,50 €
Filmzuschlag: 0,50 - 1,50 €
Ermäßigung:
Kinder-, Schüler-/ Studentenermäßigung, BerlinPass
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Platzwahl |
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Platzkarte
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Programm |
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Synchronfassung
Originalfassung
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Zugang |
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Behindertengerecht
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7'21 Angaben ohne Gewähr
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Weitere Kinos im Bezirk |
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1913 wurde aus dem 1897 erbauten
Musiksaal eines Restaurants das Kino 'Union'. 1920 wird die Sitzkapazität
durch den Einbau einens Rangs auf 527 Plätze erhöht und zwei Jahre später
ein separater Eingang zum Saal gebaut, so dass er erstmals unabhängig von
der angrenzenden Wirtschaft betreten werden kann.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es wieder in Betrieb genommen und war neben dem Forum und
'UT' eines von drei Filmtheatern zu DDR Zeiten im Bezirk Köpenick. Ende der 1990er Anfang 2000
entging das Kino dann nur knapp dem Abriss. |

Fassade, August 2021 © kinokompendium |
Als der TV-Entertainer Wolfgang Lippert
das Kino 1994 kaufte erfüllte
er sich damit "einen Kindheitstraum". Aber ohne gewährte
Kredite war Lippert nicht in der Lage sein Vision von einem Kino inklusive Jazzkeller
zu verwirklichen. Er kündigte dem Betreiber, obwohl die Verkaufsverträge der Treuhandliegendgesellschaften
die Auflage beinhaltete, dass der Spielbetrieb der ehemaligen volkseigenen Kinos zehn Jahre
als Filmtheater weitergeführt werden müssen. Am 30. September 1998 schloss das Kino
und Lippert reichte 1999 einen Abrissantrag ein um ein Wohn- und Geschäftshaus zu bauen.
Diesem wurde durch das Bauamt und der Denkmalschutzbehörde stattgegeben. Doch nach Bürgerprotesten
und Widerstand im Bezirk zog er ihn zurück. Im November 2000 sah Lippert alle Versuche
das Kino zu renovieren als gescheitert. Mitte 2001 kam wieder neue
Bewegung in das Kinoprojekt, nachdem der Bauunternehmer Paulke das Kino kaufte,
und den Erhalt sichern wollte. Doch Fördermittel flossen nicht. |

Foyer, Februar 2016 © kinokompendium |
Erst als der Architekt
Matthias Stütz im Mai 2003 das Kino mietete und in Eigeniniative notwendige Umbauten und Renovierungen
vornahm erwachte das Kino am 30. November 2003 wieder zum Leben. Partys
und Musikveranstaltungen waren von Anfang an integraler Bestandteil des Konzepts.
2007 kaufte Stütz bei einer Zwangsversteigerung das Gebäude.
Mit dieser sicheren Geschäftsgrundlage wurde 2007 zunächst die grauweiße Fassade
saniert und rot gestrichen. Die ehemaligen Fenster mit Rundbogen aus den Musiksaal Zeiten wurden
wieder sichtbar gemacht. Die Einbuchtungen dienen nun als Werbefläche. Die zweizeilige
grün/gelbe
Neonschrift 'Union Filmtheater' wurde durch die simplere Version 'Union' ersetzt. Der Begriff
'Filmtheater' ist zwar nicht mehr Bestandteil des Namens aber die Neonschrift hängt seit April
2014 im Foyer über dem Eingangstresen. |

Foyer, Februar 2016 © kinokompendium |
Der größte Umbau fand
zwischen 2013 und Februar 2016 statt. Zuerst wurde das Foyer umgebaut. Dafür wurden Technik
Räume verlegt und abgerissen um die volle Breite des Foyers für den Publikumsbereich
zu gewinnen.
Neben dem großen Tresen am Eingang gibt es einen kleinen Verkaufstresen für
Getränke. Dieser hat eine mit Lichterketten beleuchtete Überdachung die die Assoziation
einer historischen Kinokasse mit sich bringt. Dazwischen stehen Sitze und Barhocker
im 50er Jahre American Dinner Stil. Eine Treppe führt vom Foyer in den Veranstaltungsraum
im Untergeschoss. |

Foyer, Februar 2016 © kinokompendium |
Von 2014 an wurde dann an den hinteren
Teil des Gebäudes ein Neubau mit zwei Kinosälen angebaut. Dabei wurde gut 1 Millionen
Euro investiert. Doch das Geld wurde nicht nur in den Neubau sondern auch in die Renovierung
des bestehenden historischen Gebäudes gesteckt. Nach gut zwei Jahren wurde der Neue Saal
am 17. Februar 2016 mit dem Besuch von 'Berlinale goes Kiez' gefeiert gefolgt von einer Eröffnungsparty
am 18. Februar.
[Ben 3'16] |

Foyer, Februar 2016 © kinokompendium |
Bestuhlung |
Leinwand
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Projektion
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Tonsystem
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Plätze: 163
Parkett: 40 Reihen: 4
Rang: 123 Reihen: 7
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10 x 5m
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Da das Parkett auch
für Partys und Konzerte genutzt wird, befindet sich unterhalb der Leinwand eine DJ Kanzel.
Ebenso gibt es einen Getränketresen im Saal, der aber während Kinoaufführungen
nicht in Betrieb ist. Die kleinen Bühne in der Ecke des Raums wurde 2015 entfernt. |

Alter Saal Parkett, Februar 2016 © kinokompendium |
Die Leinwand wird von zwei
großformatigen schwarzweiß Aufnahmen eingerahmt. Links Fred Astaire & Cyd Charisse
aus 'The Band Wagon' und rechts Cary Grant. Sie hängt ca. 3,5 Meter über
dem Boden, auf Augenhöhe des Rangs. Das heißt, dass man vom Parkett aus sehr steil
nach oben auf die Leinwand gucken muss. Daher stehen hier nur wenige freistehende rote Sessel,
die übrigens aus dem geschlossenen Kino Hollywood stammen.
Als Unikat in der Berliner Kinolandschaft gibt es unterhalb des Rangs einen kleinen verglasten
Raucherraum mit Sofas. |

Alter Saal Parkett, Februar 2016 © kinokompendium |
Im hinteren Teil des Parketts befinden
sich zwei Treppenaufgänge zum Rang. Dort gibt es sieben aufgerampte Reihen mit den selben
bequemen roten Sesseln des ehemaligen 'Hollywood'. Überwiegend 2er-Pärchensitze die
durch eine Getränkeablage voneinander getrennt sind. Aufgrund der hochgehängten Leinwand
ist es ratsam im Rang einen Platz zu wählen.
[Ben 3'16] |

Alter Saal Rang, Februar 2016 © kinokompendium |
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Leinwand / Projektion |
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Sound |
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Sitzkomfort |
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Reihenabstand |
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Magic-Johnson-Faktor |
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Lieblingsplatz |
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Rang: Reihe
3 Platz 4 |
Atmosphäre |
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Bestuhlung |
Leinwand |
Projektion |
Tonsystem |
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Plätze: 87
Reihen: 6
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8,3 x 3,7m
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Der am 17. Februar 2016 eröffnete Neue
Saal liegt im hinteren Teil des Erdgeschoss und ist auch wie der Rest des Gebäudes gleichzeitig
als Party Ort konzipiert. Durch die goldgelben
Wände mit der vertikalen Linienführung lehnt er sich stilistisch an den Alten Saal an. Durch
die starke Ähnlichkeit haben schon Besucher gefragt wo denn nun eigentlich der neue Saal sei?
Allerdings unterbrechen hier drei horizontale Neonstreifen die gelbe Fläche. Somit ist
die Farbgestaltung des Raums vor allem für Partys variabel. |

Neuer Saal, Februar 2016 © kinokompendium |
Sechs Stufen führen vor der Leinwand
zu einer Tanzfläche. Um den unteren Teil der Leinwand während
dieser Partys zu schützen gibt es einen Schutz der davor hochfahren kann. Ebenso
gibt es eine DJ Kanzel unterhalb der sich ein Getränketresen befindet. Wie im Alten Saal
Saal, ist dieser aber während Kinoaufführungen nicht in Betrieb.
Die Bestuhlung stammt aus dem 2009 geschlossenen UFA Palast in Lübben (der als Spreewald
Lichtspiele seit 2011 mit einem Saal weiter betrieben wird). Die Sessel wurden natürlich
komplett gereinigt und wirken wieder wie neu. Insgesamt gibt es 18 Pärchensitze, deren Sitzfläche
verbunden ist. Zwischen jedem zweiten bis dritten Platz gibt es eine hölzerne Ablagefläche
und die Beinfreiheit ist herausragend. Man hätte locker auch 10 bis 20 mehr Sitzplätze in dem
Saal installieren können.
[Ben 3'16] |

Neuer Saal, Februar 2016 © kinokompendium |
Bestuhlung |
Leinwand |
Projektion |
Tonsystem |
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Plätze: 65
Reihen: 6
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5,5 x 2,5m
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Das Studiokino liegt im ersten Stock
des Neubaus, oberhalb des neuen Saals. Der Raum ist durch fünf Betonsäulen in zwei Teile getrennt.
Zu einem gibt es einen freie Fläche mit einem halbrunden Tresen inklusive Getränke Kühlschrank
(während der Vorführung ausgeschaltet) und natürlich der Sitzbereich vor der
Leinwand. Somit ist der Saal ideal für kleinere Veranstaltungen bei der man sich vorher oder
nachher noch austauschen möchte. |

Studiokino, Februar 2016 © kinokompendium |
Auch hier stammt die Bestuhlung
aus dem 2009 geschlossenen UFA Palast in Lübben (der als Spreewald
Lichtspiele seit 2011 mit einem Saal weiter betrieben wird). Insgesamt gibt es 11 Pärchensitze,
deren Sitzfläche verbunden ist. Zwischen jedem zweiten bis dritten Platz gibt es eine
hölzerne
Ablagefläche und die Beinfreiheit ist herausragend.
[Ben 3'16] |

Studiokino, Februar 2016 © kinokompendium |
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